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und angewandte Kriminologie

Freies Institut für interdisziplinäre Gewaltpräventionsstrategien

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Eigene Fachbuchpublikationen


Robertz/Wickenhäuser: Kriegerträume. Warum unsere Kinder zu Gewalttätern werden, München (Herbig Verlag) 2010

Nachrichten über gewaltbereite Jugendliche führen immer wieder zu öffentlichen Diskussionen. Dabei mangelt es jedoch meist an einem grundlegenden Verständnis, warum und in welchem Kontext Jugendgewalt tatsächlich entsteht bzw. wie sie verhindert werden kann.
Dieses populärwissenschaftlich geschriebene Buch erläutert daher unterschiedliche Ausprägungen und Ursachen von Jugendgewalt. Dabei wird herausgearbeitet: Nicht überbordende Wut, sondern sehr subjektive Phantasien von einer kriegerischen Männlichkeit, Gerechtigkeit und Macht liegen der Gewalt durch Jugendliche zugrunde. Mit Hilfe dieser Erkenntnis gelingt es verständlich darzustellen, wo und wie gezielte Prävention ansetzen muss.



Robertz/Wickenhäuser: Orte der Wirklichkeit. Über Gefahren in medialen Lebenswelten Jugendlicher, Heidelberg (Springer Medizin Verlag) 2010

Insbesondere nach spektakulären Gewalttaten durch Jugendliche wird die Verantwortung Neuer Medien für die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen öffentlich stark thematisiert. Schulpsychologen, Pädagogen, Lehrer, aber auch Polizisten und Juristen müssen sich mit neuen Phänomenen auseinandersetzen, zum Beispiel: Killerspiele, Happy Slapping, Cyberbullying, Cyberstalking, Computerspielsucht.
Dieses Buch beschreibt die unterschiedlichen Phänomene, stellt den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse dar und zeigt praktische Interventions- und Präventionsmöglichkeiten für Schulpsychologen, Lehrer, Eltern, Polizei auf.
Mit Arbeitsblättern und Checklisten im Anhang.



Robertz/Wickenhäuser: Der Riss in der Tafel. Amoklauf und schwere Gewalt in der Schule, 2. Auflage, Heidelberg (Springer Medizin Verlag) 2010

Erfurt, Columbine, Emsdetten - diese Orte sind zum Inbegriff für "School Shootings", also Amokläufe beziehungsweise schwere Gewalttaten durch Jugendliche an Schulen geworden. Was haben diese Gewalttaten gemeinsam? Wer sind die Täter? Welche Rolle spielen die Medien und das gesellschaftliche Umfeld? Wie entwickeln die Täter ihre tödlichen Phantasien?
Frank J. Robertz und Ruben Wickenhäuser tragen in diesem ersten anwendungsorientierten Fachbuch zum Thema die unterschiedlichen Aspekte anhand bekannter Fälle zusammen: Präventions- möglichkeiten, Einschätzung von Bedrohungen, Krisenintervention, Umgang mit traumatisierten Schulgemeinschaften und auffälligen Jugendlichen, Hilfestellungen für Lehrer, Polizisten und Eltern. Zu einigen Kernthemen kommen weitere Experten zu Wort. Ziel ist stets die realistische Gefahreneinschätzung und -vorbeugung.
Inklusive Arbeitsmaterialien für Schulpsychologen, Krisenteams und Lehrerkollegien mit Checklisten für die Vorbereitung des Ernstfalls.



Robertz: School Shootings. Über die Relevanz der Phantasie für die Begehung von Mehrfachtötungen durch Jugendliche, Frankfurt (Polizeiwissenschaften) 2004

Das (in den Medien oft als Schulmassaker oder Amoklauf bezeichnete) Phänomen der School Shootings wird in den größeren Zusammenhang allgemeiner Tötungsdelinquenz gestellt, der internationale Stand der Forschung referiert und eine Zusammenstellung aller bekannt gewordenen Fälle präsentiert. Hierbei finden auch Nachahmungstaten Berücksichtigung.
Auf der Grundlage einer kritischen Durchsicht von Erklärungsansätzen verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen (vor allem der Kriminologie, forensischen Psychiatrie, Entwicklungspsychologie sowie der verhaltenstheoretischen Kriminalistik) wird ein eigenes Modell entwickelt. Der Kategorie prädeliktischer Phantasien kommt hierbei eine Schlüsselfunktion zu. Abschließend wird deren Bedeutung anhand des Vorfalls am Erfurter Gutenberg-Gymnasium erläutert.



Robertz/Thomas (Hg.): Serienmord. Kriminologische und kulturwissenschaftliche Skizzierungen eines ungeheuerlichen Phänomens, München (Belleville) 2004

Serienmord ist einerseits eine Extremform menschlicher Grausamkeit und andererseits die Transformation des realen Entsetzens Weniger in Unterhaltung für Viele.

Dieses Buch behandelt beide Ungeheuerlichkeiten. Es forscht nach Taten, Motiven und Fahndungsmethoden – und ebenso nach Orten, Inhalten und sozialen Bedingungen der kulturellen Repräsentation von Serienmord.

Durch eine breit angelegte Multidisziplinarität werden vielfältige Beziehungen zwischen Symbol und Handlung, zwischen Film und Verbrechen, zwischen Mythos und Realität sichtbar gemacht.



Villmow/Robertz: Untersuchungshaftvermeidung bei Jugendlichen. Hamburger Konzepte und Erfahrungen, Münster (Lit) 2004

Untersuchungshaft gilt als das schärfste strafprozessuale Zwangsmittel, das nur als ultima ratio eingesetzt werden darf. Der Gesetzgeber hat angesichts der besonderen Belastungen des Vollzugs für Jugendliche versucht, den Anwendungsbereich bei jungen Menschen einzuschränken. Untersuchungshaftvermeidung findet gegenwärtig allerdings immer noch in sehr begrenztem Rahmen statt.

In dieser Untersuchung werden Entwicklung und Durchführung des Hamburger Konzepts beschrieben. Neben den Erwartungen der Beteiligten geht es um die Bewertung des Erfolgs der Maßnahmen sowie um Überlegungen und Empfehlungen zur Weiterentwicklung der U-Haftvermeidung bei Jugendlichen.



Robertz/Robertz: Konflikt-Training mit Kindern und Jugendlichen. Ein Werkbuch für die Ausarbeitung und Anwendung von Trainingsformen zum Umgang mit Gewalt und Aggressivität in Schule und Jugendarbeit, Hamburg (BOD) 2001

Dieses Werkbuch ermöglicht es dem Leser, mit einfachen Mitteln selbst Konflikt-Trainings für Kinder und Jugendliche zu entwerfen und anzuwenden.

Zu diesem Zweck ist auf der Grundlage von wissenschaftlichen Aggressionstheorien, Interviews mit Praktikern und eigenen Erfahrungen ein Konflikt-Training für Jugendliche konzipiert und mit Kopiervorlagen dargestellt worden. Kapitel zu Aggressionstheorien und Interventionsstrategien erlauben, das abgedruckte Training den eigenen Bedürfnissen anzupassen oder auf der Grundlage dieses Wissens eine eigene Trainingsform zu entwickeln.



Robertz: Wenn Jugendliche morden. Forschungsstand, Erklärungsmodell und präventive Möglichkeiten, Hamburg (Libri) 1999

In diesem Buch wird auf dem aktuellen Stand der deutschen und angloamerikanischen Fachliteratur aufgezeigt, dass es sich bei Tötungshandlungen durch Jugendliche um situativ entstandene Reaktionen auf der Basis von komplexen Ursachenbündeln handelt.
Nach einer Aufarbeitung von allgemeinen Theorien zu Mord und der spezifischen Besonderheiten jugendlicher Mörder werden im Verlauf des Buches grundlegende Faktoren und Wechselwirkungen in einem Modell verdeutlicht. Eine Typologie von Morden durch Jugendliche, eine Betrachtung der Rolle der Phantasie und präventive Schlussfolgerungen vervollständigen das Gesamtbild.



IGaK-Institutsreihe


Lempp: Nebenrealitäten. Jugendgewalt aus Zukunftsangst, Frankfurt (Verlag für Polizeiwissenschaft) 2009

Reinhart Lempp legt in diesem Buch innovative Thesen zur aktuellen Zunahme der Gewalttätigkeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor. Aus dem Blickwinkel seines kinder- und jugendpsychiatrischen Lebenswerks und mit seiner umfassenden Erfahrung als Gerichtsgutachter beleuchtet er dabei das Phänomen der Nebenrealitäten als die menschliche Fähigkeit, sich in eine Phantasie-, Gedanken oder Glaubenswelt zurückzuziehen. Dabei zeigt er auf, dass diese Nebenrealitäten zum Teil auf Zukunfts- ängsten aufbauen und bei schweren Gewalttaten Jugendlicher eine wesentliche Rolle spielen.
(Band 1 der IGaK-Institutsreihe „Praxiswissen Gewaltprävention“)



Kooperations-Publikationen


Krisenkompass Handbuch für Lehrkräfte und Schulleitungen zum Umgang mit schweren Krisen im Kontext Schule, Bern (Schulverlag plus) 2010

Unser Kooperationspartner EdYouCare hat mit diesem Ordner eine enorme Fülle von Informationen bereitgestellt, welche die bestehenden Notfallordner an Schulen umfassend ergänzen. Behörden, Schulleiter und Lehrer erhalten mit dem Ordner griffige Handlungsorientierungen, wenn eine Schule von Tod, Unglück oder Verbrechen betroffen ist. Die Hilfesuchenden finden darin auch konkrete Hinweise für die Prävention.
Der ursprünglich für die Schweiz ausgelegte Ordner wurde unter Mitarbeit von IGaK für Deutschland grundlegend überarbeitet und angepasst, sowie um weitere Beiträge ergänzt. Er umfasst mehrere thematisch geordnete Register sowie Checklisten, Arbeitsmaterialien und Farbtafeln.



Letzte Änderung: 04.09.2010 | Kontakt | Impressum