Institut für GewaltpräventionFreies Institut für interdisziplinäre Gewaltpräventionsstrategien
Zielgruppe: Inhaftierte Erwachsene oder Jugendliche
Diese Trainingsform zielt darauf ab, die Empathiefähigkeit von Insassen totaler Institutionen zu fördern. Hierzu arbeiten zwei Trainer an mehreren Terminen mit einer Gruppe von acht bis zwölf inhaftierten Teilnehmern. Zur Reflektion selbst erlittener und selbst verursachter Viktimisationen werden mehrere ineinander greifende Module durchlaufen.
Neben Diskussionen nutzen die Trainer zahlreiche aufeinander aufbauende Übungen. Die Module führen schrittweise tiefer in die Thematik und näher an eigene Erfahrungen mit Opfern und Opferwerdungen. Den Schlusspunkt bilden die Folgen eigener Straftaten und konkrete Möglichkeiten, das zugefügte Leid zu lindern. Seit 1996 wird das Training immer wieder erfolgreich durchgeführt und auf Fachkongressen vorgestellt.
Zielgruppe: Inhaftierte Jugendliche oder Erwachsene
Das Training ist eine Form der tertiären Gewaltprävention mit inhaftierten Jugendlichen
oder Erwachsenen, jedoch ausdrücklich keine Form des aus der konfrontativen
Pädagogik bekannten Anti-Aggressivitäts-Trainings (AAT/AGT/CT).
Die
Teilnehmer sind in der Regel mehrfach durch Gewalthandlungen gegen Bedienstete
einer JVA auffällig geworden. Sie kommen einmal wöchentlich als Gruppe von acht
bis zwölf Inhaftierten zusammen, um mit zwei Trainern Wege zu einem
gewaltvermeidenden Verhalten zu entwickeln. Neben erprobten Elementen aus dem
Konflikt- und dem Empathie-Training werden hierbei vor allem Lösungen zum Umgang
mit emotionaler Aggression und zum Verzicht von instrumenteller Aggression
thematisiert und eingeübt.
Zielgruppe: Mitarbeiter im Strafvollzug
In dieser Fortbildung lernen die Teilnehmer, selbst Empathie- bzw. Opferwahrnehmungstrainings mit inhaftierten Erwachsenen oder Jugendlichen durchzuführen, sowie die Trainingsformen unter Einbringung eigener Kompetenzen für analoge Zielgruppen anzupassen und weiterzuentwickeln.
Zielgruppe: Mitarbeiter im Strafvollzug
Diese Fortbildung vermittelt grundlegende Kenntnisse über die vielfältigen Entstehungsformen und Ausprägungen von Aggression und Gewalt. Neben der Stärkung bereits vorhandener eigener Kompetenzen im Umgang mit Gewalt und der Reflexion von erweiterten Möglichkeiten der Gewaltprävention, soll das in der Fortbildung Erlernte explizit für gewaltpräventive Maßnahmen im Berufsalltag der Teilnehmer nutzbar gemacht werden.
Zielgruppe: Mitarbeiter im Strafvollzug
In dieser Fortbildung werden grundlegende Kenntnisse und Methoden der Kriminologie gelehrt. Das in diesem Rahmen erlernte Wissen soll gezielt für den eigenen Berufsalltag nutzbar gemacht werden. Durch die multidisziplinäre Ausrichtung der Kriminologie werden dabei auch immer wieder Querverbindungen zu den Bezugswissenschaften aufgezeigt (z.B. Soziologie, Psychopathologie, Anthropologie, Kriminalistik).