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und angewandte Kriminologie

Freies Institut für interdisziplinäre Gewaltpräventionsstrategien

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Orte der Wirklichkeit
Gefahren in medialen Lebenswelten Jugendlicher


Presse und Politik schreiben die Ursachen der Jugendgewalt häufig neuen Medien zu. Als Konsequenz sollen bspw. laut Koalitionsvertrag der deutschen Regierung und Vorstößen mehrerer Ministerpräsidenten der Länder sogenannte „Killerspiele“ verboten werden. Welchen Nutzen hat ein solches Verbot? Und was ist über die Wirkung dieser Spiele wissenschaftlich bekannt?

Doch auch andere Medien sorgen für Aufregung. Das mitunter in der Presse schon als "Tatwaffe" kolportierte Handy wird zunehmend genutzt, um bei Gewalttaten das Leiden des Opfers zu filmen und das Material dann an Freunde weiterzugeben oder ins Internet stellen zu können (sog. "Happy Slapping" und "Cyberbullying"). Doch welche Bedingungen liegen dem Trend zur Handynutzung bei Straftaten zugrunde? Greift der Versuch, diesem Phänomen mit einer handylosen Schule beizukommen?

Gemeinsam ist den Themen, dass Informationstechnologien im Mittelpunkt stehen, die der vorangegangenen Generation noch nicht zur Verfügung standen. Die Erscheinungsformen und Hintergründe der Nutzung von Neuen Medien durch Jugendliche werden im Hinblick auf die berufliche Praxis der Teilnehmer diskutiert und Lösungsstrategien erarbeitet. Thematisiert werden u.a.:

  • Möglichkeiten und Gefahren der Handy-, PC- und Internetnutzung (inkl. der Phänomene „Happy Slapping“, Cyberbullying“ und „Killerspiele“)
  • Selbstdarstellung Jugendlicher im Internet
  • Mediennutzung und Mediensucht
  • Nachahmung gewalthaltiger Filme
  • Einfluss von Hassmusik
  • Medienpädagogische Lösungen und Konsequenzen für die berufliche Praxis

Ein begleitendes Fachbuch zum Seminar erscheint im Herbst 2010 unter dem Titel „Orte der Wirklichkeit“ beim Springer-Medizin Verlag.

Letzte Änderung: 23.03.2010 | Kontakt | Impressum