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und angewandte Kriminologie

Freies Institut für interdisziplinäre Gewaltpräventionsstrategien

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Grundlagen der schulischen Gewaltprävention
Handwerkszeug für den Alltag


Mit Besorgnis wird in der Öffentlichkeit seit Jahren eine Zunahme von Aggression und Gewaltbereitschaft an unseren Schulen wahrgenommen. Fast alltäglich erscheinende Vorfälle kleinerer aggressiver Taten, die von Pöbeleien und Raufereien bis hin zu Gewaltandrohungen reichen, werden dabei ebenso intensiv diskutiert, wie schwerwiegendere Fälle von Erpressung und Mobbing oder spektakuläre Einzelfälle schwerster und tödlicher Gewaltanwendung.
Mitunter steht die Annahme einer quantitativen Zunahme von Schulgewalt im Zentrum der Diskussion, zu anderen Gelegenheiten wird eher eine qualitative Verschärfung ("Brutalisierung") diskutiert. Die Wissenschaft hat dabei noch erhebliche Probleme diese subjektive Wahrnehmung auch objektiv zu belegen. Doch darf über der sicherlich gerechtfertigten Diskussion einer eventuellen Zunahme der Taten oder Ausprägungen nicht die Handlungsfähigkeit von Jugendhilfe und Schulsystemen vernachlässigt werden:

Unbestreitbar ist, dass Gewalt an Schulen auftritt und dass sie teilweise gravierende negative Konsequenzen für die jeweiligen Opfer mit sich bringt. Aus Blickwinkel der Schulen gilt es daher, umsetzbare Handlungskonzepte gegen das Auftreten von Gewalt zu entwickeln. Tatsächlich kennen Wissenschaft und pädagogisch-psychologische Praxis mittlerweile zahlreiche Hilfsmittel, Strategien und Lösungswege, um den kleinen Vorfällen Herr zu werden und den schwerwiegenden präventiv entgegenzutreten.

In diesem Seminar werden daher wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen mit zahlreichen Facetten für die Praxis vermittelt und eingeübt. Thematisiert wird z.B.:

  • Grundlagen der Gewalt
  • Wissenschaftlich fundierte Konzepte zur Gewaltprävention an Schulen
  • Die Bedeutung von Schulklima, Normdurchsetzung und sozialem Lernen
  • Prävention verschiedener Formen der Schulgewalt
  • Deeskalation und Durchsetzung im Klassenzimmer
  • Effektiver Umgang mit Formen des Mobbing und Cyberbullying
  • Die Rollen von Machos und Moderne Mädchen
  • Wege zur Intervention bei Gewaltvorfällen
  • Übungen zur Umsetzung im beruflichen Umfeld

Ein begleitendes, populärwissenschaftliches Fachbuch zum Seminar erscheint im Herbst 2010 unter dem Titel „Kriegerträume. Warum unsere Kinder gewalttätig werden“ beim Herbig Verlag.

Letzte Änderung: 23.03.2010 | Kontakt | Impressum