Institut für GewaltpräventionFreies Institut für interdisziplinäre Gewaltpräventionsstrategien
Mit Besorgnis wird in der Öffentlichkeit seit Jahren eine Zunahme von Aggression und Gewaltbereitschaft
an unseren Schulen wahrgenommen. Fast alltäglich erscheinende Vorfälle kleinerer aggressiver Taten, die
von Pöbeleien und Raufereien bis hin zu Gewaltandrohungen reichen, werden dabei ebenso intensiv diskutiert,
wie schwerwiegendere Fälle von Erpressung und Mobbing oder spektakuläre Einzelfälle schwerster und
tödlicher Gewaltanwendung.
Mitunter steht die Annahme einer quantitativen Zunahme von Schulgewalt im Zentrum der Diskussion, zu anderen
Gelegenheiten wird eher eine qualitative Verschärfung ("Brutalisierung") diskutiert. Die Wissenschaft hat
dabei noch erhebliche Probleme diese subjektive Wahrnehmung auch objektiv zu belegen. Doch darf über der
sicherlich gerechtfertigten Diskussion einer eventuellen Zunahme der Taten oder Ausprägungen nicht die
Handlungsfähigkeit von Jugendhilfe und Schulsystemen vernachlässigt werden:
Unbestreitbar ist, dass Gewalt an Schulen auftritt und dass sie teilweise gravierende negative Konsequenzen
für die jeweiligen Opfer mit sich bringt. Aus Blickwinkel der Schulen gilt es daher, umsetzbare Handlungskonzepte
gegen das Auftreten von Gewalt zu entwickeln. Tatsächlich kennen Wissenschaft und pädagogisch-psychologische
Praxis mittlerweile zahlreiche Hilfsmittel, Strategien und Lösungswege, um den kleinen Vorfällen Herr
zu werden und den schwerwiegenden präventiv entgegenzutreten.
In diesem Seminar werden daher wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen mit zahlreichen
Facetten für die Praxis vermittelt und eingeübt. Thematisiert wird z.B.:
Ein begleitendes, populärwissenschaftliches Fachbuch zum Seminar ist unter dem Titel „Kriegerträume. Warum unsere Kinder gewalttätig werden“ beim Herbig Verlag erhältlich.