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    <title>IGaK Blog</title>
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    <title>Neue Hacktivisten im Licht der Öffentlichkeit</title>
    <link>http://igak.org/aktuell/archives/248-Neue-Hacktivisten-im-Licht-der-OEffentlichkeit.html</link>
            <category>Cyber-Kriminologie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas-Gabriel Rüdiger)</author>
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    &amp;#160; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Seit Anonymous in den letzten Jahren mit spektakulären virtuellen Aktionen aufgefallen ist, wurde viel über Gruppen sogenannter Hacktivisten geschrieben. Die einen nehmen sie als Straftäter oder Terroristen wahr. Andere betrachten ihre oft politisch orientierten Handlungen als eine legitime Form des Aktivismus und sehen in ihnen ein Sprachrohr der internetbasierten Weltgemeinschaft. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Aktuell macht eine neue Gruppe&amp;#160;unter dem selbstgewählten Namen&amp;#160;&lt;em&gt;The Unknowns&lt;/em&gt; Schlagzeilen. Am 6. April 2012 hatte diese Gruppe erstmals Nutzernamen und Passwörter von mehreren Internetseiten veröffentlicht. Dabei handelte es sich zunächst noch überwiegend um Firmenseiten. Von einer &lt;a title=&quot;Quelle bei ABC News&quot; href=&quot;http://abcnews.go.com/blogs/politics/2012/05/nasa-air-force-and-harvard-computers-hacked-by-the-unknowns/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;zweiten Veröffentlichungswelle&lt;/a&gt; am 1. Mai waren jedoch auch die NASA, die US Air Force, das französische und bahrainische Verteidigungsministerium sowie Server der ESA betroffen. Dabei scheinen nicht nur Passwörter, sondern auch Dokumente erlangt worden zu sein. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Nach eigenen Angaben ist das Ziel der Gruppe die Suche und Aufdeckung von Sicherheitslücken auf Internetseiten. Dabei werden die Ergebnisse ihrer Hacks offenbar veröffentlicht, um die Angegriffenen zur Schließung ihrer Sicherheitslücken zu bewegen. &lt;span lang=&quot;EN-US&quot;&gt;So wurde die Konsequenz ihrer Aktion später im eigenen Twitter Account bekannt gegeben &lt;em&gt;“We are happy to inform you that all of our Victims have patched their systems except for the US AIR FORCE[...]”. &lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wohin sich diese spezielle Gruppe entwickelt, werden die nächsten Monate zeigen. Das Aufkommen immer neuer Hacker-Kollektive und die oft durchaus positive Resonanz der Internetgemeinschaft zeigt jedoch: Es ist mittlerweile eine Generation herangewachsen, die sich in der virtuellen, ebenso wie in der physischen Welt zu Hause fühlt. Sie kämpft dabei für ein individuelles Verständnis von Werten, wie Informationsfreiheit, transparente politische Entscheidungen, aber auch Sicherheit von personenbezogenen Daten. Mitunter wird hieraus der Beginn einer sich formenden internetbasierten Weltgemeinschaft abgeleitet und vermutet, dass Hackergruppen beginnen, eine regulierende Funktion in der vernetzten Weltgemeinschaft zu übernehmen. Öffentlichen Sicherheitsbehörden ist&amp;#160;jedenfalls anzuraten, schnellstens ihre Konzepte von territorial begrenzten Zuständigkeiten aufzulösen und die Cyber-Sicherheit noch intensiver voranzutreiben, wenn der Schutz gesellschaftlicher Werte und Güter nicht dem individuellen Verständnis (und den individuellen Vorgehensweisen) von immer neuen Hackergruppierungen überlassen werden sollen.&lt;/font /&gt;&lt;/span /&gt;&lt;/p&gt;  
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    <pubDate>Thu, 10 May 2012 14:14:28 +0200</pubDate>
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    <title>Warnschussarrest als Irrweg</title>
    <link>http://igak.org/aktuell/archives/247-Warnschussarrest-als-Irrweg.html</link>
            <category>Kriminologie</category>
            <category>Pressemeldungen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Dr. Frank Robertz)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;a title=&quot;Webseite von Prof. Kreuzer&quot; href=&quot;http://www.arthur-kreuzer.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Arthur Kreuzer&lt;/a&gt;, emeritierter Professor für Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzug der Universität Gießen, hat in &lt;em&gt;Zeit&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;Online&lt;/em&gt; unter dem Titel „&lt;a title=&quot;Quelle bei Zeit Online&quot; href=&quot;http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-04/warnschussarrest-bundestag/seite-1&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Warnschussarrest ist ein kriminalpolitischer Irrweg&lt;/a&gt;“ Stellung bezogen. &lt;span&gt;Eine Stellung, &lt;/span&gt;die übrigens von der&lt;span&gt; &lt;/span&gt;Mehrheit der kriminalpolitisch Sachkundigen unterstützt werden dürfte&lt;span&gt;:&lt;/span&gt; So verweist etwa unser Blogeintrag vom 26. April 2011 („&lt;a title=&quot;Link zu IGaK-Blogeintrag vom 26.4.2011&quot; href=&quot;http://www.igak.org/aktuell/archives/225-Die-ewige-Maer-vom-Erfolg-haerterer-Strafen.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Die ewige Mär vom Erfolg härterer Strafen&lt;/a&gt;“) auf&lt;span&gt; &lt;/span&gt;eine schon 2008 veröffentlichte &lt;a title=&quot;Link zu DVJJ-Seite mit Resolution&quot; href=&quot;http://www.dvjj.de/artikel.php?artikel=989&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Resolution von fast 1000 Hochschullehrern und Praktikern der Jugendstrafrechtspflege&lt;/a&gt;, die u.a. darlegen, dass der &lt;a title=&quot;KrimPedia Eintrag zu Warnschussarrest&quot; href=&quot;http://www.kriminologie.uni-hamburg.de/wiki/index.php/Warnschussarrest&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Warnschussarrest&lt;/a&gt; (dort als &lt;em&gt;shock probation&lt;/em&gt; bezeichnet) in internationalen Untersuchungen keineswegs den gewünschten Effekt hatte. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Neben den Studienergebnissen zur Wirkung des Warnschussarrests sprechen zahlreiche weitere Argumente gegen seine Einführung. &lt;span&gt;So &lt;a title=&quot;Quelle bei Zeit Online&quot; href=&quot;http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-04/warnschussarrest-bundestag/seite-2&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;weist Prof. Kreuzer bspw. darauf hin, dass&lt;/a&gt; der Arrestantritt (in der Regel etwa ein Jahr nach der Tat) für eine &lt;/span&gt;tatnahe Schockwirkung &lt;span&gt;zu spät käme, dass er für die o&lt;/span&gt;ft angeführten schweren Gewalttäter &lt;span&gt;real ohnehin nicht in Frage komme und dass sich weit bessere „Denkzettel“ anbieten, als ein Warnschussarrest. Beispielsweise könnten zeitnah umgesetzte „&lt;/span&gt;deftige zusätzliche gemeinnützige Arbeiten oder Schadenswiedergutmachung&lt;span&gt;“ als „fordernde und fördernde“ Auflagen hilfreich sein, bei deren Verweigerung es schon jetzt möglich ist, Beugearrest zu verhängen. Das &lt;/span&gt;Zusammenleben mit anderen Kriminalitätserfahrenen auf engem Raum, &lt;span&gt;die dabei verinnerlichte Subkultur und &lt;/span&gt;Hackordnung, &lt;span&gt;sowie der tägliche &lt;/span&gt;Machtkampf und &lt;span&gt;der herrschende Männlichkeitskult machen die einsitzenden Jugendlichen nicht zu besseren Menschen.&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Die kriminalpolitisch geforderten &lt;/span&gt;Mittel &lt;span&gt;sollten &lt;/span&gt;mit Bedacht &lt;span&gt;gewählt und &lt;/span&gt;vor allem auf dem festen Fundament der Forschung basierend eingesetzt werden. &lt;span&gt;Oder um es mit den Worten von Prof. Kreuzer zu sagen: Es ist „&lt;/span&gt;eine Binsenweisheit, dass Prävention mehr bewirken kann als Repression. Strafe ist zwar unverzichtbar. Sie kann aber auch nach geltendem Recht bereits heftig ausfallen.“&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;  
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    <pubDate>Tue, 01 May 2012 22:17:22 +0200</pubDate>
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    <title>Der Angeklagte hat das Wort</title>
    <link>http://igak.org/aktuell/archives/246-Der-Angeklagte-hat-das-Wort.html</link>
            <category>Pressemeldungen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Robert Kahr)</author>
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    Wenn sich der norwegische Attentäter Breivik in diesen Tagen vor dem Osloer Gerichtshof erklärt, steht die Medienwelt vor einem altbekannten Dilemma: Das weltweite Publikumsinteresse ist immens, eine detaillierte Berichterstattung zum Prozess verspricht hohe Verkaufszahlen, Einschaltquoten und Klickraten. Diesem wirtschaftlichen Druck steht das Bewusstsein vieler Journalisten entgegen, ungewollt zum Erfüllungsgehilfen für die Selbstinszenierung des Angeklagten zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kommunikationswissenschaftler Brosius und Esser wiesen vor dem Hintergrund rechtsradikal motivierter Anschläge bereits Mitte der 1990er Jahre auf dieses Dilemma hin: „&lt;em&gt;Mit der Gewalt kann ein Akteur zum Regisseur werden, der die Inszenierung seiner Tat den Medien vorschreiben kann. Journalisten, die es sich nicht leisten können, nicht zu berichten, werden zu ausführenden Organen.&lt;/em&gt;“ (Brosius/Esser 1995) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie damals so dominieren scheinbar auch heute wirtschaftliche Zwänge über berufsethische Prinzipien. Daher muss der Appell an alle Akteure lauten, das eigene Handeln zu hinterfragen, inwieweit man ungewollt eine Komplizenschaft mit dem Angeklagten eingeht. Bei der Abwägung einer Veröffentlichung sollte stets reflektiert werden: Welchen journalistischen Wert hat ein wortwörtliches Zitat von Äußerungen Breiviks oder die Verbreitung eigens zu Zwecken der Selbstdarstellung produzierter Texte, Fotos und Videos? Tragen dergleichen Inhalte tatsächlich zur öffentlichen Meinungsbildung bei?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letztendlich muss die zentrale Frage lauten: Wer bestimmt die Agenda?&lt;br /&gt;  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 18 Apr 2012 00:04:00 +0200</pubDate>
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    <title>Blaupause Breivik</title>
    <link>http://igak.org/aktuell/archives/245-Blaupause-Breivik.html</link>
            <category>Pressemeldungen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Dr. Frank Robertz)</author>
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    &lt;p&gt;Die derzeit vorherrschende unkritische Komplettdarstellung über die Verhandlung des norwegischen Attentäters Breivik stellt vor allem eins dar: das bereitwillige Erfüllen der kühnsten Träume von Anders Breivik. Er wird durch die internationale Verbreitung seiner Selbstdarstellung für die Ermordung von 77 Menschen belohnt und erhält eine unvorstellbar intensive Bestätigung seiner narzisstischen Wünsche. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Während das alleine schon problematisch genug ist, ist damit auch eine ganz erhebliche Nachahmungsgefahr verbunden.&amp;#160;Obwohl Norwegen in den letzten Monaten verantwortungsvoll mit der medialen Darstellung umgegangen ist und eine weitestgehend sensible Berichterstattung umsetzen konnte, bekommt Breivik derzeit eine überlebensgroße Plattform und wird zur Identifikationsfigur für spätere Täter stilisiert. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Nachahmungswirkung der Berichterstattung über Täter von aufsehenerregenden Gewalttaten ist gut bekannt und Richtlinien zu einer verantwortungsvollen Berichterstattung wurden von unserem Institut seit Jahren in &lt;a title=&quot;IGaK-Bücher&quot; href=&quot;http://www.igak.org/buch/index.shtml&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Büchern&lt;/a&gt; und &lt;a title=&quot;IGaK-Blogeintrag April 2009&quot; href=&quot;http://www.igak.org/aktuell/index.php?/archives/186-Massenmord-in-Massenmedien.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Beiträgen&lt;/a&gt; publiziert und bei Vorträgen publik gemacht. Derzeit werden all diese Hinweise ignoriert und damit Gewaltphantasien bei einigen Menschen mit spezifischen biopsychosozialen Problemlagen intensiviert. So steigt die Wahrscheinlichkeit einer neuen Form des Terrorismus weiter an. Nach den Terrorzellen der Vergangenheit werden wir in Zukunft ein Erstarken der „Lone Wolf“-Täter zu beklagen haben. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Gewaltphantasien dieser Menschen werden genau jetzt angeregt, eine ähnlich phänomenale Wirkung erreichen zu wollen. Und dazu tragen wir in erheblichem Maße bei, indem wir zulassen, dass gerade eine Blaupause für den Terrorismus der Zukunft in die Phantasien vulnerabler Menschen gelegt wird. Das wollte Breivik erreichen. Und das hat er geschafft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 17 Apr 2012 17:06:15 +0200</pubDate>
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    <title>Kinderschutz bei Online-Spielen</title>
    <link>http://igak.org/aktuell/archives/244-Kinderschutz-bei-Online-Spielen.html</link>
            <category>Cyber-Kriminologie</category>
            <category>Pressemeldungen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas-Gabriel Rüdiger)</author>
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    &lt;p&gt;Deutschland hat in Bezug auf den Jugendschutz bei Video- und Computerspielen sinnvolle Kontrollmöglichkeiten zu Verfügung. Unter anderem kann die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) Spiele indizieren, sodass sie Kindern und Jugendlichen nicht mehr zugänglich gemacht werden dürfen, während die „Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle“ (USK) Alterskennzeichnungen vergibt. Ein im letzten Jahr aktualisiertes &lt;a title=&quot;pdf der BAG Jugendschutz zu gesetzlichen Regelungen&quot; href=&quot;http://www.bag-jugendschutz.de/PDF/Dossier_Computerspiele-Neuauflage.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Dossier der Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendschutz&lt;/a&gt; stellt den Stand der gesetzlichen Regelungen in Bezug auf die Altersfreigaben von Computerspielen dar und erläutert die Prüfkriterien.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In Bezug auf Online-Rollenspiele (MMORPGs), wie etwa &lt;em&gt;World of Warcraft&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Aion &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;Metin 2&lt;/em&gt; werden die Risiken der virtuellen Welten jedoch unterschätzt. Die gegebenen Kriterien zur Gefährdung beziehen sich vor allem auf Inhalte des Mediums und vernachlässigen die Möglichkeit, dass Kinder während der Online-Spiele zur Anbahnung sexueller Handlungen von Erwachsenen angesprochen werden können. Einen Einblick in das Phänomen dieses so genannten &lt;em&gt;Cybergrooming &lt;/em&gt;erlaubt etwa der Beitrag „&lt;a title=&quot;Beitrag Cybergrooming in DP 02/2012&quot; href=&quot;http://www.gdp.de/id/_dp201202/$file/DP_2012_02.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Cybergrooming in virtuellen Welten&lt;/a&gt; – Neue Chancen für Sexualtäter?“ im Journal &lt;em&gt;Deutsche Polizei&lt;/em&gt;, das kostenlos als pdf heruntergeladen werden kann.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die internationale Relevanz dieses Phänomens wurde in diesem Monat auch durch die „&lt;a title=&quot;Quelle zur &amp;quot;Operation: Game Over&amp;quot; von A.G. Schneiderman&quot; href=&quot;http://www.ag.ny.gov/print/34944&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Operation: Game Over&lt;/a&gt;“ deutlich, bei der die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates New York in Kooperation mit namenhaften Spiele-Betreibern (u.a. &lt;em&gt;Blizzard&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Microsoft&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Sony &lt;/em&gt;usw.) mehr als 3.500 bekannte Accounts von vorbestraften Sexualtätern in Online-Spielen gelöscht hat. Der Gedankengang hinter dieser Operation ist nachvollziehbar. Viele aktuelle „Online-Rollenspiele“ setzen auf eine kindgerechte Optik (bspw. &lt;em&gt;Nostale&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Habbo Hotel &lt;/em&gt;aber auch &lt;em&gt;World of Warcraft&lt;/em&gt;) und sind mit der Möglichkeit ausgestattet, online-basiert zusammen zu spielen sowie untereinander zu kommunizieren. Dabei wird kaum wirksam kontrolliert, mit wem die Kinder spielen. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Bisherige Kriterien zur Indizierung bzw. Alterseinstufung sind insbesondere danach ausgerichtet, ob die Spiele jugendgefährdende gewalthaltige und pornografische Elemente beinhalteten. Eine Adaption der Kriterien für die Risiken der modernen Kommunikationsformen fehlt jedoch. Folgerichtig wurden in den letzten Jahren fast alle Online-Spiele durch die USK ab 12 Jahren freigegeben (u.a. &lt;em&gt;World of Warcraft, Aion, Metin 2, Knights of the Old Republic, Runes of Magic&lt;/em&gt;). Aus Sicht der angesetzten Kriterien und gesetzlichen Regelungen ist dies bei der kindgerechten Aufmachung dieser Spiele verständlich. Erziehungsberechtigten wird durch die markanten und mit grüner Signalfarbe versehenen Aufkleber zur Altersfreigabe jedoch suggeriert, dass diese Spiele bedenkenlos ab 12 Jahren gespielt werden können. Sicherlich ist vielen Eltern gar nicht bewusst, dass ihre Kinder, wenn sie vor der Playstation, der Xbox oder mittlerweile auch einem Smartphone sitzen, nicht mehr alleine spielen sondern mit teilweise wild fremden Menschen kommunizieren und interagieren. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Es erscheint in diesem Kontext unverzichtbar, dass Spiele-Betreiber entweder auf Kinder als Kunden verzichten oder verbindliche Sicherungsmaßnahmen vorhalten. Denkbar wäre etwa, dass die Kommunikation nur über vorgegebene Sätze oder Worte möglich ist, dass die Betreiber Zugangsdaten zu diesen Spielen nur über ein Post-Ident-Verfahren vergeben, oder dass zertifiziertes und für den Umgang mit Kindern geschultes Personal als möglicher Ansprechpartner für Kinder in den Spielen eingesetzt wird, wenn diese unangemessener Kommunikation ausgesetzt waren. Gegenwärtig werden als solche Ansprechpartner üblicherweise Spieler eingesetzt, die keiner Überprüfung (z.B. durch das Vorlegen eines Führungszeugnisses) unterliegen. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Das aktuelle &lt;a title=&quot;Quelle der Pressemitteilung von Frau Schröder&quot; href=&quot;http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Presse/pressemitteilungen,did=185714.html%20&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Signal der Bundesfamilienministerin Frau Schröder&lt;/a&gt; in einer Pressemitteilung vom 13. April 2012 stimmt hoffnungsfroh, dass man sich solcher Problemlagen zeitnah annehmen wird. Dieser Schritt kann jedoch nur ein kleiner Baustein auf dem Weg zu einem modernen, den heutigen Anforderungen entsprechenden, Kinder- und Jugendschutzsystem sein und darf zudem auch nicht auf nationaler Ebene verbleiben. Es erscheint vielmehr notwendig im europäischen Kontext an einem Konzept zu einem effektiven Jugendschutzmechanismus mit verbindlichen Verpflichtungen für Betreiber zu arbeiten. &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  
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    <pubDate>Mon, 16 Apr 2012 16:17:00 +0200</pubDate>
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    <title>Die Online-Fahndung und der Lynchmob von Emden</title>
    <link>http://igak.org/aktuell/archives/243-Die-Online-Fahndung-und-der-Lynchmob-von-Emden.html</link>
            <category>Cyber-Kriminologie</category>
            <category>Pressemeldungen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Robert Kahr)</author>
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    &lt;p&gt;Bei dem Begriff &lt;em&gt;Lynchmob &lt;/em&gt;hat man klassischerweise eine Horde aufgebrachter Bürger in einer gottverlassenen Westernstadt vor Augen, die bewaffnet mit Fackeln und Heugabeln laut skandierend vor das örtliche Gefängnis zieht, um das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen und mit den vom Sheriff&amp;#160; inhaftierten Banditen sprichwörtlich „kurzen Prozess“ zu machen. Als sich am Abend des 27. März knapp 50 Menschen vor dem Polizeikommissariat im niedersächsischen Emden einfanden, unterschieden sich ihre Motive nur geringfügig von denen der Lynchmobs vergangener Tage: Man forderte die sofortige Herausgabe eines 17-jährigen Berufsschülers, der verdächtigt wurde, in einem Parkhaus einen Sexualmord an einem elfjährigen Mädchen begangen zu haben. Den Rufen der &lt;a title=&quot;Quelle bei Süddeutsche&quot; href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/panorama/mordfall-lena-emder-entschuldigen-sich-bei-unschuldigem-1.1326677&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Anwesenden&lt;/a&gt; zufolge, hatte man zudem nicht weniger als besagten „kurzen Prozess“ im Sinn. Zusätzliche Brisanz erhielt der Vorfall dadurch, dass sich kurze Zeit später herausstellte, dass der junge Mann unschuldig war.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wie hatte es zu diesem archaischen Vorfall kommen können? Nachdem die Polizei eine Aufnahme der Überwachungskamera am Tatort veröffentlicht hatte, war auf Facebook eine hitzige Debatte unter den Bürgern entbrannt, wer der junge Mann auf den Bildern sein könnte. Diese Aktivierung der Web-Gemeinde bei &lt;a title=&quot;Quelle bei Spiegel Online&quot; href=&quot;http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,816404,00.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;öffentlichen Fahndungen&lt;/a&gt; ist mittlerweile eine gängige Praxis. Im Gegensatz zur Suche über die klassischen Medien kommt der Fahndung im Web 2.0 jedoch ein interaktives Element zu, das in diesem Fall unheilvolle Früchte trug: Nach der Verhaftung des 17-Jährigen tauchten bald der Klarname und die Anschrift des Festgenommenen sowie Fotos seines Wohnhauses auf Facebook auf. Zudem mehrten sich martialische Aufrufe zur Selbstjustiz, aus denen sich der Flash-/Lynchmob formte. Das Urteil der Web-Gemeinde fiel schlussendlich ebenso eindeutig wie falsch aus. Hierbei darf zudem nicht unerwähnt bleiben, dass sowohl Boulevardmedien als auch verschiedene Newssites die &lt;a title=&quot;Quelle bei Süddeutsche Zeitung&quot; href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/panorama/mordfall-lena-lehren-aus-dem-lynchmob-1.1326578&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Unterscheidung zwischen Verhaftetem und Täter aussparten&lt;/a&gt;. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Oberstaatsanwalt Werner Südbeck will nun &lt;a title=&quot;Quelle bei RP&quot; href=&quot;http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/polizei-muss-17-jaehrigen-beschuetzen-1.2774952&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;gegen die Urheber der Lynchaufrufe vorgehen&lt;/a&gt;. Dabei drängt sich die Frage auf, inwiefern diese unerwünschten Nebenwirkungen der öffentlichen Online-Fahndungen eine kritische Reflexion der Methode bewirken werden. Niedersachsens Innenminister Schünemann (CDU) sieht jedenfalls nach Angaben des Spiegels (14/2012) auch nach Emden keinen Grund dafür, die Fahndung über soziale Netzwerke zu überdenken.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  
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    <pubDate>Wed, 11 Apr 2012 15:18:01 +0200</pubDate>
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    <title>Zur Schuldfähigkeit von Anders Breivik</title>
    <link>http://igak.org/aktuell/archives/242-Zur-Schuldfaehigkeit-von-Anders-Breivik.html</link>
            <category>Kriminologie</category>
            <category>Pressemeldungen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Dr. Frank Robertz)</author>
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    In Norwegen ist durch &lt;a title=&quot;Quelle bei Die Zeit&quot; href=&quot;http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-04/breivik-psychiatrie-debatte&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;zwei scheinbar gegensätzliche Gutachten zur Schuldfähigkeit&lt;/a&gt; des Attentäters Anders Breivik eine Debatte über die Rolle der Psychiatrie im Rechtswesen entbrannt. Während das erste Gutachten Breivik eine &lt;em&gt;paranoide Schizophrenie&lt;/em&gt; attestierte und ihn während der Tat als psychotisch erachtete, findet nun ein zweites (310 Seiten umfassendes) Gutachten &amp;quot;nur&amp;quot; eine &lt;em&gt;narzisstische Persönlichkeitsstörung&lt;/em&gt; und kommt damit in der Konsequenz zu dem Schluss, dass er strafrechtlich zurechnungsfähig gewesen sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während diese beiden Gutachten sich zunächst auszuschließen scheinen, findet sich der gemeinsame Boden möglicherweise in einer sehr intensiven Phantasieentwicklung des Täters. Zwar weichen Breiviks Motive und Teile seiner Vorgehensweise sowohl von Amokläufen Erwachsener als auch von School Shootings Jugendlicher ab, doch sind allen verfügbaren Informationen zufolge gemeinsame Grundlagen zu vermuten, die der kürzlich verstorbene Kinder- und Jugendpsychiater Reinhart Lempp unter den Begriff intensiver &lt;em&gt;Nebenrealitäten &lt;/em&gt;faßte. Der Täter hat derart intensiv-destruktive Phantasien, dass sie von außen als &amp;quot;bizarre Wahnvorstellungen&amp;quot; wahrgenommen werden können, weil sie weit vom Erleben eines Durchschnittsbürgers entfernt sind. Nach den bestehenden Klassifikationsschemata der Psychiatrie wird jedoch eine schwerwiegende Form der der psychischen Störung (hier: eine Psychose) nicht erreicht. Die Realität findet sich damit vermutlich weder auf der einen, noch auf der anderen Seite, sondern zwischen beiden Gutachten. Ein &amp;quot;Fehler&amp;quot; wäre nicht bei einer der Gutachtengruppen zu suchen, sondern allenfalls in den bisherigen Klassifikationen der Psychiatrie. Hier scheint eine intensivere Betrachtung außergewöhnlicher Formen der Phantasieentwicklung notwendig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer sich mit diesem Thema auseinandersetzen möchte, dem seien die beiden ersten &lt;a title=&quot;IGaK-Bücher&quot; href=&quot;http://www.igak.org/buch/index.shtml&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Buch-Publikationen&lt;/a&gt; unserer IGaK-Institutsreihe empfohlen: &amp;quot;Reinhart Lempp: Nebenrealitäten&amp;quot; und &amp;quot;Frank Robertz (Hrsg.): Gewaltphantasien&amp;quot;. &lt;/p&gt;  
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    <pubDate>Wed, 11 Apr 2012 13:51:46 +0200</pubDate>
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    <title>IGaK bald in frischem Glanz</title>
    <link>http://igak.org/aktuell/archives/241-IGaK-bald-in-frischem-Glanz.html</link>
            <category>IGaK-News</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Dr. Frank Robertz)</author>
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    Wir bereiten aktuell einen komplett überarbeiteten Web-Auftritt mit neuem Design und zusätzlichen Inhalten zur Arbeit unseres Instituts vor. Voraussichtlich Ende April werden wir Ihnen unter der altbekannten Anschrift &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.igak.org&quot; title=&quot;IGaK Homepage&quot;&gt;www.igak.org&lt;/a&gt; unsere neuen Inhalte zur Verfügung stellen. Auf &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.facebook.com/IGaK.org&quot; title=&quot;IGaK Facebook-Seite&quot;&gt;unserer Facebook-Seite&lt;/a&gt; können Sie schon jetzt einen Eindruck vom neuen Design erhalten.  
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    <pubDate>Tue, 03 Apr 2012 16:25:00 +0200</pubDate>
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    <title>IGaK bei Facebook</title>
    <link>http://igak.org/aktuell/archives/240-IGaK-bei-Facebook.html</link>
            <category>IGaK-News</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Dr. Frank Robertz)</author>
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    Nachdem wir auf der Kommunikationsplattform &lt;strong&gt;&lt;a title=&quot;IGaK bei Twitter&quot; href=&quot;https://twitter.com/#!/IGaK&quot; target=&quot;new&quot;&gt;Twitter&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt; mittlerweile mehr als 400 englischsprachige Beiträge gepostet haben, startete unser Institut auch seine Präsenz auf der Online Community &lt;a title=&quot;IGaK bei Facebook&quot; href=&quot;http://www.facebook.com/IGaK.org?sk=wall&quot; target=&quot;new&quot;&gt;&lt;strong&gt;Facebook&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;. Wir freuen uns über Ihren Besuch unter: &lt;a title=&quot;IGaK Seite bei Facebook&quot; href=&quot;http://www.facebook.com/IGaK.org&quot; target=&quot;new&quot;&gt;www.facebook.com/IGaK.org&lt;/a&gt;  
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    <pubDate>Sun, 25 Mar 2012 16:59:51 +0200</pubDate>
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    <title>Können virale Videos die Welt verändern?</title>
    <link>http://igak.org/aktuell/archives/239-Koennen-virale-Videos-die-Welt-veraendern.html</link>
            <category>Cyber-Kriminologie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Robert Kahr)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Der 5. März markiert den Beginn eines globalen Phänomens: Das schlicht mit &lt;a title=&quot;Link zum Kony Video&quot; href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=Y4MnpzG5Sqc&quot; target=&quot;new&quot;&gt;KONY 2012&lt;/a&gt; betitelte Video der Organisation Invisible Children hat sich mit einer seither nie dagewesenen Geschwindigkeit über sämtliche soziale Netzwerke des Internets verbreitet. Oprah Winfrey, George Clooney und viele weitere Prominente und Politiker wurden zu Fürsprechern des Films und die Klickzahlen auf Youtube gingen rasch in die Millionen. Jene Kampagne, die sich die Bekämpfung des ugandischen Rebellenführers Joseph Kony zum Ziel gesetzt hat, ist innerhalb kürzester Zeit zur größten viralen Kampagne der Geschichte geworden. Woran liegt dies und was sind die Folgen? &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Zunächst einmal steht KONY 2012 für das Versprechen, Teil einer globalen Bewegung werden zu können, deren Ziele redlich sind und deren Gegner als das personifizierte Böse stilisiert wird. Dass der Warlord Kony, der im Video mit Hitler und Osama bin Laden gleichgesetzt wird, aufgehalten werden muss, erscheint als alternativloser Weg, um das Leid der hilflosen Menschen in Uganda zu beenden. Selbst dem kleinen Sohn des Filmemachers und Kampagnengründers Jason Russell leuchtet dies ein. Mit kindlicher Logik fasst er im Film die Beweggründe seines Vaters zusammen:&amp;quot;You stop the bad guys from being mean.&amp;quot; Neben einer Vielzahl von anschaulichen Gleichnissen und einfachen Modellen verknüpft das 30-minütige Video Elemente aus Werbung, Musikclips und Dokutainment&amp;#160;á la Michael Moore zu einem mitreißenden Appell für die Menschlichkeit. Lediglich eine Spende in Höhe von 30 Dollar, für die man im Gegenzug das so genannte Action Kit erhält, ist fällig, um dabei zu sein&amp;#160;- neben der weiteren Verbreitung des Videos versteht sich. Das Kit ist mittlerweile ausverkauft, die Views bei Youtube dürften bald die 100 Millionen-Marke knacken. Zugleich mehren sich allerdings kritische Stimmen im Netz, deren Ausmaß mittlerweile beinahe das der eigentlichen Kampagne erreichen dürfte. Eine Übersicht über die zahlreichen Kritikpunkte findet sich etwa in der &lt;a title=&quot;Quell-Link zur Zeit&quot; href=&quot;http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-03/kony-2012-invisible-children-kritik&quot; target=&quot;new&quot;&gt;ZEIT &lt;/a&gt;und im &lt;a title=&quot;Quell-Link zum Guardian&quot; href=&quot;http://www.guardian.co.uk/politics/reality-check-with-polly-curtis/2012/mar/08/kony-2012-what-s-the-story&quot; target=&quot;new&quot;&gt;Guardian&lt;/a&gt;. Doch unabhängig von der Legitimität des Anliegens von Invisible Children stellt sich die Frage, ob derartige Kampagnen die Macht haben, das politische Weltgeschehen zu beeinflussen. Können &amp;quot;gefällt mir&amp;quot;-Klicks die globale Agenda verändern? &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wo bislang klassische Medien ein Monopol auf die Themenauswahl und deren Bewertung hatten (sog. Gatekeeping), wobei eine vehemente Berichterstattung über Krisen und soziale Missstände durchaus Politiker dazu beeinflussen konnten, &amp;quot;endlich etwas zu tun&amp;quot;, könnten in Zukunft Kampagnen wie KONY 2012 &lt;a title=&quot;Quell-Link zum Guardian&quot; href=&quot;http://www.guardian.co.uk/world/2012/mar/10/kony-viral-video-change-world&quot; target=&quot;new&quot;&gt;diese Rolle einnehmen&lt;/a&gt;. Dass dabei im Zweifel eher mit Emotionalisierung, also einem Mittel der Werbung, und Simplifizierung gearbeitet wird, als mit Fakten und Hintergründen, muss dem User bei der Entscheidung über eine Unterstützung klar sein. Eine geschickt inszenierte Kampagne kann ein machtvolles Mittel sein, um Aufmerksamkeit zu generieren. Ein Erfolg kann allerdings erst an Konsequenzen in der realen/analogen Welt gemessen werden. Im Falle von KONY 2012 sollte dies äußerst kritisch gesehen werden. &lt;/p&gt;  
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    <pubDate>Wed, 14 Mar 2012 21:55:49 +0100</pubDate>
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    <title>Krim-Ini Tagung zu Terrorismus und Widerstand</title>
    <link>http://igak.org/aktuell/archives/238-Krim-Ini-Tagung-zu-Terrorismus-und-Widerstand.html</link>
            <category>Kriminologie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Dr. Frank Robertz)</author>
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    Die Kriminologische Initiative veranstaltet am 23. Juni 2012 in Kooperation mit dem Institut für Kriminologische Sozialforschung der Universität Hamburg eine &lt;a title=&quot;pdf mit Aufruf zur einreichung von Rede-Abstracts zur Tagung&quot; href=&quot;http://kriminologische-initiative.de/wp-content/uploads/2012/03/CfP-Tagung-Terrorismus-und-Widerstand.pdf&quot; target=&quot;new&quot;&gt;Tagung zum Thema Terrorismus und Widerstand&lt;/a&gt;. Alle Interessierten sind aufgerufen, Abstracts zu möglichen Tagungsbeiträgen &lt;a title=&quot;Kontakt bei Krim-Ini zum Einreichen der Beiträge&quot; href=&quot;http://kriminologische-initiative.de/2012/03/call-for-papers-tagung-terrorismus-und-widerstand/&quot; target=&quot;new&quot;&gt;einzureichen&lt;/a&gt;.  
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    <pubDate>Sun, 11 Mar 2012 14:37:36 +0100</pubDate>
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    <title>Die Verkürzung der Welt in sozialen Netzwerken</title>
    <link>http://igak.org/aktuell/archives/236-Die-Verkuerzung-der-Welt-in-sozialen-Netzwerken.html</link>
            <category>Cyber-Kriminologie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Robert Kahr)</author>
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    &lt;p&gt;Auf die Kommunikation in Sozialen Netzwerken entfällt mittlerweile ein Großteil der im Internet verbrachten Zeit. Dabei scheinen bestimmte Themen bevorzugt bei Facebook, Twitter und Co gepostet zu werden, wohingegen andere kaum auftauchen. Die Abkürzung &amp;quot;TL;DR&amp;quot; steht für &amp;quot;too long; didn&#039;t read&amp;quot; und wird des Häufigeren als Kommentar zu längeren Internet-Postings eingefügt, um sich scherzhaft über deren Länge zu beklagen. Tatsächlich versteckt sich hinter dieser Randnotiz aber ein grundsätzliches Problem sozialer Netzwerke: Die gebräuchliche oder zum Teil auch vorgegebene Beschränkung auf eine maximale Länge der Nachrichten (z.B. 140 Zeichen für Tweets) macht es nahezu unmöglich, komplizierte Sachverhalte oder langwierige Themen zu posten. Auf eine weitere Eigenheit der Kommunikation via Social Media weist &lt;a title=&quot;Eli Pariser bei TED&quot; href=&quot;http://www.ted.com/speakers/eli_pariser.html&quot; target=&quot;new&quot;&gt;Eli Pariser&lt;/a&gt; hin: Die Tendenz zu einer &amp;quot;netten Welt&amp;quot;. Pariser führt an, dass unangenehme Themen, die den Leser verunsichern oder deprimieren könnten, nur schwer einen Platz auf Facebook, Google+ und Twitter finden. Dies verdeutlicht Pariser an einem einfachen Beispiel: Die Vorgabe des &amp;quot;I like&amp;quot; bzw. &amp;quot;Gefällt mir&amp;quot;-Buttons auf Facebook gibt alternativlos ein positiv-wertschätzendes Feedback auf ein Posting vor. Dies kann durchaus einen Einfluss auf die Entscheidung haben, ob jemand ein bestimmtes Thema postet oder nicht: Wenn die Reaktion der Freunde neben einem (aufwendigeren und daher unwahrscheinlicheren) Kommentar lediglich ein &amp;quot;Gefällt mir&amp;quot; sein kann, dann wollen Postings über z.B. obdachlose Jugendliche oder der Missbrauch von Menschen mit Behinderungen nicht so recht zur Kommunikationsform passen. Doch nicht nur kurze und nette Postings werden in sozialen Netzwerken bevorzugt. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Auch spektakuläre, negative oder dramatische Ereignisse, die ein empörtes Feedback der Community versprechen (z.B. in Form des Kommentars &amp;quot;omg&amp;quot;, kurz für &amp;quot;oh my god&amp;quot;), finden ihren Weg in die Tweets und Statusmeldungen. Warum dies so ist, kann anhand der Nachrichtenwerttheorie der Friedensforscher Galtung und Ruge erklärt werden: So sind es vor allem negative, überraschende und kontroverse Ereignisse, die bei der Auswahl von Themen durch Nachrichtenredakteure berücksichtigt werden. Solcherlei Themen versprechen, den Zuschauer bzw. Leser zu emotionalisieren, was wiederum hohe Zuschauerquoten, Verkaufszahlen oder Klickraten verspricht. Gleiches gilt für das erhoffte Feedback der Community bei der Auswahl von Postings. Somit ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, dass die Kommunikation via Social Media die Ausrichtung auf kurze, nette und/oder emotionalisierende Inhalte vorgibt, wodurch eine Vielzahl von Themen herausgefiltert wird. Zwar spricht nichts dagegen, sich mit Postings oder Tweets zum neusten Politiker-Skandal oder dem süßesten Tierbaby zu befassen. Allerdings sollte man sich bewusst macht, dass es sich hierbei lediglich um einen leicht verdaulichen Ausschnitt daraus handelt, was in der Welt vor sich geht. Reflektierte Meinungsbildung bedarf stets auch der Auseinandersetzung mit unbequemen Wahrheiten. &lt;/p&gt;  
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    <pubDate>Mon, 05 Mar 2012 20:23:28 +0100</pubDate>
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    <title>Reinhart Lempp ist tot</title>
    <link>http://igak.org/aktuell/archives/237-Reinhart-Lempp-ist-tot.html</link>
            <category>Pressemeldungen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Dr. Frank Robertz)</author>
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    Der international renommierte &lt;a title=&quot;Nachruf für Reinhart Lempp &quot; href=&quot;http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.der-kinder-und-jugendpsychiater-reinhart-lempp-ist-tot-rat-fuer-kinder-und-deren-eltern.f06b1638-b9f4-4f9c-b0a0-c49b88173bae.html&quot; target=&quot;new&quot;&gt;Pionier der Kinder- und Jugendpsychiatrie Reinhart Lempp&lt;/a&gt; ist im Alter von 88 Jahren in Stuttgart verstorben. Wir trauern mit seiner Familie und seinen Freunden um einen großartigen Wissenschaftler und innig geschätzten Wegbegleiter. Seine bereits 1977 erschienene Grundlagenarbeit über jugendliche Tötungsdelinquenten hat unsere Arbeit ebenso bereichert, wie der langjährige intensive Austausch über das Wesen von Gewaltphantasien. Bis zuletzt hat er tatkräftig an der Verknüpfung von Psychiatrie und Kriminologie mitgewirkt. Sein kenntnisreicher Band &amp;quot;Nebenrealitäten&amp;quot;, der 2009 unsere Institutsbuchreihe begründete, gibt hiervon Zeugnis. Wir werden seine stets gelassene, kreative, weise und von Herzenswärme erfüllte Art sehr vermissen.  
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    <pubDate>Wed, 29 Feb 2012 14:10:00 +0100</pubDate>
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    <title>Schießerei an High School in Chardon</title>
    <link>http://igak.org/aktuell/archives/234-Schiesserei-an-High-School-in-Chardon.html</link>
            <category>Pressemeldungen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Dr. Frank Robertz)</author>
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    Auch in diesem Jahr reißt die weltweilte Welle der tödlichen Schießereien an Schulen nicht ab. Heute hat im US-Bundesstaat Ohio &lt;a title=&quot;Quelle Hamburger Abendblatt&quot; href=&quot;http://www.abendblatt.de/vermischtes/article2199328/Schuesse-an-US-Schule-Ein-Toter-fuenf-Verletzte.html&quot; target=&quot;new&quot;&gt;ein Jugendlicher an der High-School von Chardon&lt;/a&gt; das Feuer auf seine Mitschüler eröffnet und dabei einen Schulkameraden getötet und fünf weitere verletzt. Aufgrund dieser tragischen Ereignisse seien auch unsere Schulen noch einmal daran erinnert, dass reine technische Hilfsmittel wie Alarmanlagen durchaus sinnvoll sein können, jedoch keineswegs einen zufriedenstellenden Schutz bieten. Unabdingbar ist eine gute Präventionsarbeit und die frühzeitige Aufmerksamkeit für Warnsignale, welche bereits Monate vor einer Tat festzustellen sind. Wir helfen Ihnen gerne durch Hinweise in einer Vielzahl unserer themenspezifischen &lt;a title=&quot;Hinweis auf unsere Buchpublikationen&quot; href=&quot;http://www.igak.org/buch/index.shtml&quot; target=&quot;new&quot;&gt;Publikationen&lt;/a&gt;, sowie durch &lt;a title=&quot;Hinweis auf unsere Seminare&quot; href=&quot;http://www.igak.org/aufgaben/amok.shtml&quot; target=&quot;new&quot;&gt;Vorträge und Seminare&lt;/a&gt;. Fragen Sie uns - wir sind für Sie da.  
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    <pubDate>Mon, 27 Feb 2012 22:22:47 +0100</pubDate>
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    <title>Vigilanten des Internets</title>
    <link>http://igak.org/aktuell/archives/235-Vigilanten-des-Internets.html</link>
            <category>Pressemeldungen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Dr. Frank Robertz)</author>
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    Eine kriminologische Analyse des Internet-Phänomens &lt;i&gt;Anonymous&lt;/i&gt; findet sich unter dem Titel “Die Hacktivisten von Anonymous” in der aktuellen &lt;a target=&quot;new&quot; href=&quot;http://www.kriminalistik.de/artikel.htm#3&quot;  title=&quot;Artikel in der Kriminalistik&quot;&gt;Ausgabe 02/ 2012 der Kriminalistik&lt;/a&gt;. Thomas-Gabriel Rüdiger und Frank Robertz beschreiben darin Tätigkeiten, Organisation und Ideale von Anonymous, sowie deren Wandel auf einem schmalen Grat zwischen guter Absicht und Selbstjustiz.  
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    <pubDate>Fri, 10 Feb 2012 22:40:00 +0100</pubDate>
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