Seit dem Amoklauf von Winnenden ist es deutschlandweit zu hunderten von Amokdrohungen gekommen. Zumeist handelte es sich dabei um Trittbrettfahrer, die keine eigentliche Schädigungsabsicht hatten. In St. Augustin scheint jedoch heute gerade noch eine potentiell gefährliche Tat vereitelt worden zu sein.
Soweit derzeit bekannt ist, entdeckte eine 17jährige Schülerin auf der Mädchentoilette des Albert-Einstein-Gymnasiums eine maskierte Person, von der sie mit einem Messer attackiert wurde. Ihre Schmerzensschreie alarmierten daraufhin einen Lehrer. Die herbeigerufene Polizei fand dann auf der Toilette einen
Rucksack mit mehreren Molotow-Cocktails, einer Gaspistole und einem Brief mit noch unbekanntem Inhalt. Die Schulleitung löste sofort Amokalarm aus, in dessen Folge die Schule geräumt und durchsucht wurde. Bei der Täterin handelt es sich offenbar um eine 16jährige Schülerin, die derzeit noch auf der Flucht ist. Ob sie die Brandsätze in Schulräumen zünden wollte, ist zu diesem Moment noch nicht bekannt. In der vergangenen Woche war die mutmaßliche Täterin jedoch bereits einmal durch eine Gewaltandrohung auffällig geworden und
hätte heute ein Gespräch mit einem Schulpsychologen wahrnehmen sollen. Für Morgen sind in den zehnten Klassen in NRW die zentralen Abschlussprüfungen angesetzt.