Knapp sechs Wochen nach dem School Shooting in Winnenden wurden heute neue Details bekannt. So wurde das Ende der Tat von der
Überwachungskamera eines Paketdienstes in Wendlingen aufgenommen. Die Aufzeichnungen bestätigen im Wesentlichen die vor zwei Wochen bekannt gewordene Version des Tatherganges, dass der jugendliche Täter bereits von der Polizei angeschossen worden war, bevor er in das Autohaus eindrang und dort seine letzten beiden Opfer tötete.
Noch viel interessanter ist aus kriminologischer Sicht eine weitere Neuigkeit, die soeben bekannt wurde: Der "Focus" schreibt, der Junge habe bereits im Frühjahr 2008 einem Psychiater berichtet, dass er "
zumindest phasenweise Hass- und Tötungsgedanken gegen Menschen" habe. Damit ist ein weiterer Beleg für das so genannte Leaking - also das "Durchtröpfeln" von Gewaltphantasien in die Realität - bekannt geworden, das für diese Taten so typisch ist. Warum offenbar nicht auf diese Äußerungen reagiert worden ist, bleibt allerdings im Dunkeln.