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Deutsche Ärzteblatt berichtet heute von einer neuen Studie der Universität Freiburg, nach der die Gesundheit von Lehrern „bei weitem am stärksten“ durch offene Feindseligkeit, schwere Beleidigungen und Aggressivität in Klassenzimmern belastet wird. Einen signifikanten Einfluss habe dabei auch die Aggressivität und Unzufriedenheit von Eltern.
Bei den 1.000 befragten südbadischen Lehrern stellt sich die Situation an Hauptschulen als besonders dramatisch dar. Mehr als 53 Prozent der Lehrer hätten demnach erlebt, dass sie im Unterricht von Schülern schwer beleidigt oder aggressiv angegangen worden seien.
Gesund blieben dabei Lehrerinnen vor allem, wenn das kollegiale Klima gut sei. Lehrer profitierten besonders von einer Unterstützung ihrer Schulleitung. Auch positive Rückmeldungen von Schülern oder Eltern wirkten sich positiv auf die Gesundheit der Befragten aus.
Studienleiter Joachim Bauer kommentierte das Ergebnis gegenüber der
Berliner Morgenpost: "Lehrkräfte, die zwar fachlich gut sind, aber nicht gelernt haben, gegenüber Schülern wirksam aufzutreten, sind nicht nur ineffiziente Ausbilder, sie verschleißen sich auch selbst."
Fraglich ist, warum das Problem keine klare Priorität an Schulen genießt. Fortbildungen, die Inhalte wie 'Selbstbehauptung im Klassenzimmer', 'Deeskalation mit wütenden Schülern' oder auch 'Handlungssicherheit und Teamarbeit in Krisensituationen' einüben, werden selten angenommen. Dabei könnten sie eine Säule wirksamer Gesundheitsprävention für Lehrer darstellen.